GASTRONOMIE genießen

Komet Sterneisen – Der Wein des Monats!

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Schlägt ein wie ein Komet!

Neuer Monat, neuer Wein – und wir gehen mit unserer Gastro-Serie in die 4. Runde! (Werbung)
Es wird herbstlich und kräftiger: Mit unserem September-Wein schlagen wir quasi die BRÜCKE zur kalten Jahreszeit. Unser nächster Wein des Monats überzeugt mit Power! Dürfen wir vorstellen: Im September geht es nach Remshalden zum Weingut Sterneisen und der Gründerin Claudia Dorn.
Zusammen mit Sommelière Gabriela Predatsch von „Das WeinWeib“ verkosten wir regionale Weine, sprechen mit den Winzerinnen & Winzern vor Ort über deren Weinsortiment, deren Arbeit im Weingut und am Hang, über die laufende Saison sowie über Historisches.     

Ist es ein Frauenpower-Wein? Oder großartige Frauen-Weinpower? So oder so, … In der Weinwelt gibt es verschiedene Möglichkeiten ein Weingut zu führen. In den letzten Monaten haben wir über Winzer berichtet, die auf eine lange familiäre Weingeschichte zurückblicken können und mit historischen Weinfässern beeindrucken.

Im September möchten wir Euch eine mutige Frau vorstellen, die es gewagt hat, ohne ein Weingut im Hintergrund, selbst eines von der Pike auf aufzubauen. Und das auch noch im Remstal, in einer Region, wo es bereits zahlreiche Familienbetriebe gibt, die in der Vergangenheit ausschlaggebend für die Qualität und den guten Ruf des Württemberger Weines waren. In einer Region und einem Berufszweig, der noch immer größtenteils von Männern dominiert wird.

Claudia Dorn in ihrem Weinkeller vom Weingut Sterneisen.

Claudia Dorn ist ursprünglich gelernte Krankenschwester. Doch das hat sie nicht so recht erfüllt, irgend etwas fehlte…  Sie hat sich deshalb entschieden, Weinwirtschaft zu studieren. In diesem Studiengang, so erzählte sie uns, hatte man eigentlich von einer Selbstständigkeit als Winzer*in abgeraten: Mit Gründen wie z.B. „der Weinmarkt ist gesättigt“, „es besteht bereits ein Überangebot“, werden die heutigen Student*innen bereits im Studium gewarnt, dass es sehr schwer ist ein Weingut wirtschaftlich erfolgreich zu führen. Hinzu kommt die „große Abhängigkeit von der Witterung“ … Das Jahr 2021 hat mit Hagel, Gewitter und Starkregen sicherlich gezeigt, dass auch schon „bei Wind und Wetter draußen sein“ eine große Herausforderung sein kann …

Intuitiver Weinbau

Es gibt viele Faktoren, die gegen diesen Beruf sprechen mögen, aber Claudia Dorn hat sich von Ihrem Traum nicht abbringen lassen. Sie war begeistert von der Vielfalt der Weine, der Rebsorten und der Möglichkeit sich selbst komplett neu zu erfinden und den Wein selbst auszubauen. In den Weinbergen fühle sie sich einfach glücklich, somit war IHRE Entscheidung gefallen und das Weingut Sterneisen geboren.

Natürliche Weinstilistik trifft auf ausergewöhnliche Weinvielfalt.

In der Familie gibt es bereits landwirtschaftlichen Hintergrund. Claudias Bruder ist Genossenschaftswinzer. Er hat den Wein- und Obstbaubetrieb der Eltern übernommen. Hierzu gehört auch ein Hofladen, der regionale Produkte von Erzeugern rund um das heimische Örtchen Grunbach-Remshalden anbietet. Darunter lässt sich auch selbstgebranntes Hochprozentiges entdecken, sowie Überregionales wie z.B. Südfrüchte.  … und natürlich auch die Sterneisen Weine vom Weingut der Schwester.

Opa Hermann gilt es an dieser Stelle ganz besonders zu erwähnen! Claudias Großvater besaß früher, noch vor der Flurbereinigung, eine Lage namens Sterneisen. Diese Trauben hatte er, so wie die Meisten zur damaligen Zeit, an die Genossenschaften abgeliefert. Zu Claudias Bedauern hatte ihr Opa diese Weinlage vor einigen Jahren verkauft. Zu ihrem großen Traum vom eigenen Weingut kam eine große Portion Glück und etwas Zufall mit dazu. Claudia Dorn konnte diese Weinlage zurück erwerben. Heute ist Sterneisen eine Großlage und unter dem Namen Grunbacher Klingle bekannt. Seit September 2017 gibt es also das von einer Frau geführte Weingut STERNEISEN. Den ersten Jahrgang gab es bereits 2016.

Ein Komet im Remstal?

Auch wenn es den einen oder die andere irritiert, dass eben nicht CLAUDIA DORN oder CLAUDIA FRANK auf dem Etikett steht, das ist übrigens der Mädchenname der Autodidakten Winzerin, finden wir diese Entstehungsgeschichte und den Namen des Weinguts wirklich reizend schön und auch etwas romantisch. Wir begeben uns also mit dem Freudkopf on Tour, was sich genau hinter dem Weingut-Motto „Schlägt ein wie ein Komet!“ entdecken lässt.

Die Weinberge rund um Remshalden mit Blick auf’s Remstal.

Claudia Dorn bei der Weinbereitung.

Der erste kleine Kometen-Meilenstein war gelegt: Claudia entschloss sich zunächst ein paar Weinberge zu pachten und diese selbst zu bewirtschaften und in der Garage auszubauen. Am Anfang war es ca. ein ½ Hektar – 2016 war ihr erster Jahrgang. Heute bewirtschaftet sie 3 Hektar … Das kleine aber feine Weingut wächst und auch die Logistik passt sich nach und nach an. Gerne legen wir Freudköpfe euch das Weingut Sterneisen als regionalen Geheimtipp ans Herz!

Die junge Winzerin kann ein weites Spektrum an Rebsorten und Stilistiken bieten, da sie einfach das macht, wonach ihr ist. Frauenpower eben! Z.B. den Chenin Blanc. In diese alte Weißweinsorte haben sich Claudia und Ihr Mann Hagen verliebt, als er an der Loire arbeiten durfte, erzählt sie uns. Kurzerhand hat die mutige Winzerin beschlossen, diese Rebsorte hier im Remstal gedeihen zu lassen. Funktioniert bestens, wie wir nach dem Verkosten bestätigen können. Ihr Mann, Hagen Dorn, war übrigens auch derjenige, der den notwendigen Mut-Schups zur Verwirklichung der Jungwinzerin in die Selbständigkeit gab. Ein tolles Team, das wir da kennenlernen durften!

Das Weingut Sterneisen bietet ein breites Spektrum an Rebsorten.

HEIMAT,  LICHTUNG,  ABENDGLUT,  HERKUNFT  oder  BRÜCKE, … diese Phantasienamen in großen Buchstaben zieren die Weinetiketten. Auch die Gestaltung ist frisch, modern und mutig! Alles ist durchdacht. Und wenn man sich ein wenig mit Wein beschäftigt, kann man relativ schnell Rückschlüsse auf die Bedeutung ziehen. Die „HERKUNFT“ ist beim Weingut Sterneisen der Riesling, der viel über seine Herkunft verraten kann. „ABENDGLUT“ weißt auf den etwas romantischen Grauburgunder hin, der gerne rötlich gefärbte Trauben mit sich bringt. Die „HEIMAT“ ist der Lemberger, der neben dem Trollinger, der bei Sterneisen „TRADITION“ heißt, die wichtigste Rolle im roten Rebsortenspiegel der Region spielt.
Der bereits genannte Chenin Blanc trägt den Namen „WELTENBUMMLER“, und beim Namen des Secco Rosé – „GACKERWIESE“ mussten wir Freudköpfe wirklich schmunzeln. …
Genau DAS ist Wein, neben dem Handwerk und dem Produkt transportiert Wein unheimlich viele Emotionen.

„ABENDGLUT“ und „GACKERWIESE“ – Wein transportiert unheimlich viele Emotionen.

Der 2020er Rosé „BRÜCKE“, Blue Label

Die „BRÜCKE“ ist das Bindeglied zwischen Weißwein und Rotwein. Die besondere Kennzeichnung „Blue Label“ weist beim Weingut Sterneisen auf eine besonders hohe Qualität und einen besonderen Weinausbau hin. Vereint werden hier die Rebsorten Merlot, Syrah und Lagrein. Letztere wird überwiegend in Südtirol angebaut und erfreut sich dort großer Beliebtheit. Alle drei Weinsorten weisen kräftige Tannine auf.

Das Besondere bei diesem Ausbau ist das „Saignée-Verfahren“, das so viel wie „ausbluten lassen“ heißt. Hierbei wird das reife Trauben-Lesegut samt den Rappen (Traubenstiele) ein paar Stunden auf der Maische stehen gelassen. Dies sorgt für mehr Fülle, Kraft und Tannine im Wein. Anschließend wird der Traubensaft vorsichtig vom Bodensatz abgezogen. Im großen Holzfass vergoren, entsteht ein hervorragender dunkler und kräftiger Roséwein.

Unser WN erleben Wein des Monats: 2020er, Rosé „BRÜCKE“ vom Weingut Sterneisen.

Unsere Eindrücke beim Verkosten

Mit einem kräftigen, lachsfarbenen Rosé präsentiert sich dieser Wein im Glas. Das Bukett ist sehr vielfältig. Zunächst nehmen wir Erdbeeraromen wahr, hinzu kommen die leicht säuerlichen Anklänge von Cranberries und etwas Zeste von einer Blutorange hinzu. Leicht grünliche Noten sind zu erkennen, diese könnten von den Rappen entstanden sein, die mit in der Maische waren. Mineralische Noten, wie Feuerstein und etwas Pfeffer geben diesem Wein eine große Komplexität.

Im Gaumen eine kühle, klare Frucht, rassiger und trotzdem filigraner Körper zeichnen diesen Wein als einen wunderbaren Speisebegleiter aus. Langer Nachhall ohne zu breit oder schwer zu wirken, bringen große Trinkfreude mit sich.
Eine wunderbare Cuvée wie wir finden: Der Merlot als Fruchtkomponente, der Syrah für die Würze und der kleine Anteil an Lagrein gibt dem Wein den gewissen Pfiff und Körper.

Wir denken an leichte Fleischgerichte wie Kalbsfilet mit Pfifferlingen, oder Pasta mit Meeresfrüchten. Auch mit scharf angebratenem Thunfischsteak, das innen noch fast roh ist, kann dieser Roséwein mithalten. Und wenn solo genossen, dann eiskalt, am besten auf der Terrasse!

GASTRONOMIE genießen im Rems-Murr-Kreis

Ab sofort werden unsere nominierten Weine und deren Weingüter auch auf unserem YouTube Kanal veröffentlicht. Zu entdecken gibt es persönliche Weingeschichten und verschiedene Blickwinkel hinter den Kulissen. Schaut mal in’s Video rein und abonniert am besten gleich unseren WN erleben YouTube Kanal um nichts zu verpassen.

 

Details zum kompletten Weinsortiment & Weinbestellungen:
Weingut Sterneisen GbR
Claudia Dorn
Am Hirsch 3
73630 Remshalden
www.weingut-sterneisen.de

 


 

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👋🏼🌞 #FREUDKOPFonTour – Unsere Serie aus der Region, für die Region!

Projektleitung: Nadine Müller, WN erleben
Fotografie: msk media Werbeagentur & Weingut Sterneisen
Weinverkostung: Gabriela Predatsch, Das WeinWeib
Text: Nadine Müller & Gabriela Predatsch, WN erleben
Standort: Remshalden, Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg

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Um unser Magazin „WN erleben“ unseren Leser*innen kostenlos anbieten zu können, erhalten wir für die mit „Werbung“ gekennzeichneten Beiträge eine Vergütung zur Deckung unserer Personal-, Herstellungs- und Vertriebskosten. Hierfür bedanken wir uns bei unseren Kooperationspartnern ganz herzlich!

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