GASTRONOMIE genießen

Von HÜSERN zum Rotwein – Der Wein des Monats!

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Ursprünglich und fein – Biowein erleben!

Mit unserer 5. Weinausgabe begrüßen wir den Herbst. Gemeinsam mit dem Freudkopf dürfen wir die regionalen Winzer*innen beim Finale der Weinlese 2021 begleiten. (Werbung)
Unser Wein des Monats kommt im Oktober aus dem kleinen, aber feinen Teilort Neustadt, der seit dem Jahr 1975 zur Großen Kreisstadt Waiblingen gehört. Dürfen wir vorstellen: Das Bio-Weingut Häußermann!

Mit Sommelière Gabriela Predatsch von „Das WeinWeib“ sprechen wir gemeinsam mit den Winzerinnen & Winzern über deren Weinsortiment, deren Arbeit im Weingut und am Hang, über die laufende Saison sowie über Historisches. Das Verkosten und die ersten Eindrücke der regionalen Weine darf dabei natürlich nicht fehlen. 

Von hier oben hat man eine tolle Aussicht auf das Remstal!

Höchstwahrscheinlich verbinden die meisten unserer Leser*innen den Teilort Neustadt an der Rems mit dem Unternehmenssitz der Firma STIHL. Von hier aus entwickelt, fertigt und vertreibt die STIHL Gruppe motorbetriebene Geräte für die Forst- und Landwirtschaft, sowie für die Landschaftspflege, die Bauwirtschaft und private Gartenbesitzer. Vor allem die Landwirtschaft und der Weinbau sind es, die Neustadt bereits im Jahr 1350 von der „diu niuwe Stat ze Waybelingen“ zu einem Dorf werden lies. Bis heute sind die Weinlagen rund um den Sörenberg ein wichtiges Standbein.

Das familiengeführte Bio-Weingut Häußermann betreibt bereits seit 1995 Wein- und Obstbau in Waiblingen-Neustadt im Remstal. Die Jahre davor war dies ein rein landwirtschaftlicher Betrieb. Marlene und Albert Häußermann haben den Weinbau nach und nach aufgebaut und betreiben inzwischen 5 Hektar Rebfläche. Diese 5 Hektar verteilen sich auf die Lagen Söhrenberg und Schlossberg. Der sonnenverwöhnte Söhrenberg liegt zwischen Neustadt und Korb. Hier gedeihen Riesling, Trollinger, Spätburgunder, Lemberger, Merlot und Sauvignon Blanc besonders gut. Auch die eine oder andere PIWI darf bei Häußermanns nicht fehlen, so hier zum Beispiel der Cabernet Blanc. Übrigens ist die Kuppe des Söhrenbergs mit 369 m ü NN der höchste Punkt von Neustadt.

Mit Respekt vor der Natur auf dem Weg in die Zukunft.

Marlene Häußermann, die gute Seele des Hauses, hat uns direkt nach Ihrem sehr herzlichen Empfang in genau diese Weinberge entführt und uns einige Facetten der Weinwelt direkt vor Ort gezeigt.

Da ist z.B. das historische, idyllische Wengerter Häusle. Hier haben wir, die bereits reifen und köstlichen Trauben aus 2021 verkosten dürfen. Frau Häußermann bietet an diesem wunderbaren Plätzchen übrigens  regelmäßig Verkostungen und kleine Weinberg-Wanderungen an. Sie zeigt uns die schönen Rosen, die das oft verträume und malerische Bild der Weinberge unterstreichen. Erklärt uns aber auch die harte Realität, wie z.B. die Kirschessigfliege, die dieses Jahr teilweise wieder ein großes Unheil anrichtet. Durch die enorm schnelle Vermehrung gilt dieses Insekt mit den heutigen Insektiziden als schwer bekämpfbar. Die Kirschessigfliege schädigt vor allem die reifenden Früchte, wie z.B. Trauben, Kirschen, Himbeeren, ….

Die Kinder Simone und Tom unterstützen das Familienweingut von Marlene und Albert Häußermann ebenfalls wo sie nur können. Sohn Tom hat beim Weingut Jürgen Ellwanger in Winterbach seine Ausbildung zum Winzer gemacht und sammelt nun beim Bio- Weingut Zähringer in Heitersheim weitere Erfahrungen. Tochter Simone hat einen weinfremden Beruf gewählt. Sie packt vor allem bei den Wein-Veranstaltungen gerne mit an.

Marlene Häußermann bei der Weinlese.

Die Familie Häußermann mit ihrem Team vor ihrem Wengerter Häusle.

Eins mit der Natur – Bio Weinbau

Stets zuversichtlich und auch völlig eins mit der Natur, das vermittelt uns Marlene Häußermann. Das erklärt natürlich auch, warum schon im Jahr 1998 bei den Häußermanns die Umstellung auf den Bio-Weinbau stattgefunden hat und die einzig logische Konsequenz der nochmals „strengere“ Beitritt zu Demeter war. Die Demeter-Umstellung auf den bio-dynamischen Weinbau erfolgte im Jahr 2010.

Das vorbildliche Familienmotto: „Düngen und Schutz der Pflanze nur bei Bedarf und nur auch die Mittel die für Mensch und Biene passen.“

„Wir verzichten in unserem Weinberg komplett auf Herbizide und Pestizide. Wenn nötig, verwenden wir statt der konventionellen Pflanzenschutzmittel spezielle Gesteinsmehle, Speiseöle, und Backpulver“, so Marlene Häußermann.

Der Winnender-Bürg ansässige Weinberg Schlossberg beherbergt mit seinen steilen Hängen die Rebsorten Traminer, Merlot und Muskattrollinger. Bei letzterem war das Weingut Häußermann eines der Ersten, das sich im Remstal überhaupt an diese Traube ran getraut hat.

Qualität wird bei Häußermanns groß geschrieben. Alle Weine werden demnach spontan vergoren, die Gärung erfolgt je nach Qualitätsstufe im kleinen Holzfass und dauert zwischen 6-16 Monaten. Die Premiumweine werden teilweise unfiltriert abgefüllt. Die Weine bekommen die Zeit, die sie benötigen. Und ganz wichtig: Eine angemessene Zeit im Holzfass. Dieses wird stehts öfter belegt, somit schmecken die Weine nie holzig. Lediglich der gewünschte, unverfälschte und einzigartige Geschmack kann sich somit entfalten. Natürlich haben wir uns das vor Ort nicht nur zeigen, sondern auch schmecken lassen…
Auch das Versekten der 3 Häußermann Sektvarianten, übernimmt das eher kleine Weingut übrigens selbst.

Stolze 60% des Verkaufs finden direkt über das Weingut statt. Und wenn wir sehen mit welch leidenschaftlicher und offener Art Marlene Häußermann über Ihre Arbeit spricht, dann wundert uns das auch nicht. Und da sie den Kundenkontakt so sehr zu schätzen weiß, ist sie regelmäßig mittwochs auf dem Cannstatter Wochenmarkt und auf dem Wochenmarkt Marienplatz mit den Weinen vor Ort und mischt sich unter die Leute. Schön, dass es damit Remstäler Weine direkt auf dem Wochenmarkt in der Landeshauptstadt gibt. #REMSTALimGlas

Die Häußermann Weine haben zum Teil ganz eigenständige Namen. Darunter zum Beispiel ganz einfach „der Rote“ oder aber der „Große Fuchs“ und der „Hüsern 6“.

Unser Wein des Monats:
Der Rotwein „Hüsern 6“, trocken

Der Name von unserem Wein des Monats klingt auf den ersten Blick unschwäbisch. Ist er auch …
Mit unserem Blick hinter die Kulissen der regionalen Weingüter, hat auch dieser Rotwein seine ganz eigene Weingeschichte.

Unser WN erleben Wein des Monats: Rotwein „Hüsern 6“ vom Weingut Häußermann.

„Hüsern 6“ – Was verbirgt sich hinter diesem Namen?
Die Familie Häußermann hat bei ihrer Ahnenforschung herausgefunden, dass sich Anno 1464 ihre Vorfahren aus der Schweiz im Schwäbischen angesiedelt haben. Die Schweizer kamen aus einer kleinen Wohnsiedlung, einem Weiler, der „von Hüsern“ genannt wurde. Heute heißt dieser schweizer Ort Egliswil am Hallwiler See und liegt im Kanton Aargau, ca. 50 km südlich von Schaffhausen. Die „von Hüsern“ haben im Laufe der Jahre den Familiennamen in „Hüsermann“ geändert. Doch bereits seit etwa 200 Jahren heißt die Familie im Stammbaum dokumentiert „Häußermann“. Der Bio-Wein „Hüsern 6“ ist demnach der Familientradition gewidmet.
Zum Wohle!

Der „Hüsern 6“ ist eine Rotweincuvée und wird jährlich in etwa 700 Flaschen abgefüllt. Bereits seit 15 Jahren gibt es diesen Wein. Im aktuellen Tropfen befinden sich die Rebsorten Merlot, Spätburgunder und verschiedene Cabernet Sorten. Der „Hüsern 6“ reift 1 Jahr im Barriquefass.

Unsere Eindrücke beim Verkosten

Beim Einschenken ist der Rotwein dunkel, violett mit schwarzen Reflexen.

In der Nase vereinen sich Schattenmorellen, Zwetschgen, etwas Tabak und dunkle Schokolade. Man riecht förmlich die Frucht und doch erwartet man auch einen kräftigen Wein. Im Gaumen wird dies bestätigt. Die Früchte klingen sehr saftig, dunkel und unheimlich anstringierend. Der Holzeinsatz ist wunderbar harmonisch eingebunden und die Taninnstruktur ist keine Sekunde aufdringlich oder fehl am Platz. Den Rotweincuvée können wir als wunderbaren Begleiter für etliche Speisen empfehlen. Jetzt im Herbst kommt uns zunächst das feinste Wild in den Sinn. Ein Rehragout mit Preiselbeeren zum Beispiel. Auch ein Klassiker, wie die Rindsroulade wird mit diesem Wein definitiv an Genuss-Faktor dazu gewinnen. Im besten Falle, wird zu diesem Gericht der gleiche Wein auch für die Soße verwendet.

Aber auch die vegetarische Küche kommt nicht zu kurz. Rote Bete mit Ihrem erdigen und süßlichen Aroma. Im Ofen, auf einem Meersalz-Beet gegart, können wir uns als eine wunderbare Liaison vorstellen.
Habt Ihr Lust an den kalten Herbsttagen einen Käseteller zum Feierabend zu genießen? Ein Käse-Vesper? Dann ist auch hierzu unser Wein des Monats eine passende Begleitung.

 

Details zum kompletten Weinsortiment & Weinbestellungen:
Weingut Häußermann
Marlene & Albert Häußermann
Seestraße 6
71336 Waiblingen-Neustadt
www.bioweingut-häussermann.de

 


 

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Projektleitung: Nadine Müller, WN erleben
Fotografie: msk media Werbeagentur & Weingut Häußermann
Weinverkostung: Gabriela Predatsch, Das WeinWeib
Text: Nadine Müller & Gabriela Predatsch, WN erleben
Standort: Waiblingen-Neustadt, Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg

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